Hattest du jemals Probleme, beim Zeichnen deiner Motive genaue Proportionen zu zeichnen?
Wenn wir zeichnen, konzentrieren sich unsere Augen natürlich auf das jeweilige Motiv, richtig? Das leuchtet jedem ein, aber lass mich kurz überlegen! Egal, ob es sich um ein Gesicht, eine Figur oder ein Objekt handelt, wir verbringen unsere Zeit damit, uns auf die Proportionen, die Perspektive und den Aufbau unseres Motivs zu konzentrieren. Aber was ist mit dem Raum um sie herum?
Da kommt der negative Raum ins Spiel!
Nach Maria Malandrino, der Kursleiterin des beliebten Kurses “Grundlagen des Zeichnens“, ist negativer Raum leerer Raum! Und du kannst so viel mit ihm machen! Seine Nützlichkeit für Design, Komposition und Storytelling ist endlos. Sehen wir uns an, was es genau ist und wie wir es nutzen können, um unsere Zeichnungen zu verbessern!

Negativer Raum ist im Wesentlichen ein leerer Bereich. Das kann eine leere weiße Leinwand in einem modernen Museum sein, der Raum um dein Hauptmotiv herum oder der Raum zwischen verschiedenen Elementen (z. B. zwei Buchstaben). Einige Gefühle, die mit dem negativen Raum verbunden sind, sind Frieden, Offenheit und Einsamkeit!

Wenn der negative Raum eine weite Fläche ist, wäre das Gegenstück dazu die Unordnung und Geschäftigkeit. Die Unterschiede zwischen dem negativen Raum und der Unordnung können genutzt werden, um Kontraste in deinem Storytelling zu zeigen!
In einer Landschaft kann man zum Beispiel auf einer Seite der Leinwand eine Gruppe von Bäumen malen und die andere Seite der Leinwand mit einer großen Grasfläche absichtlich leer lassen. Je nach Blickwinkel des Gemäldes kann sich dein Betrachter beim Anblick der Grasfläche ähnlich friedlich fühlen wie ein Reisender, der sein schönes Ziel erreicht hat. Und der Wald kann eine eigene Geschichte erzählen, z. B. ein geheimnisvolles Abenteuer. Vielleicht das nächste Ziel des Reisenden!

Der negative Raum ist nicht nur ein Werkzeug für die Komposition oder das Geschichtenerzählen. Er kann auch als Zeichenwerkzeug verwendet werden! Manchmal konzentrieren wir uns so sehr auf einen Bereich unseres Motivs, dass unsere Proportionen verloren gehen. Um dem entgegenzuwirken, überprüfe die Proportionen, nachdem du eine Skizze fertiggestellt hast, indem du dir die Formen des Negativraums zwischen den Fingern notierst. Auf diese Weise kannst du nicht nur die Genauigkeit der Struktur überprüfen, sondern auch den Bereich um dein Motiv herum gestalten! Selbst wenn wir nur auf die Form unseres Motivs achten, nimmt unser Gehirn unbewusst andere subtile Elemente in unserem Kunstwerk auf, wie die unsichtbaren Formen, die durch den Negativraum entstehen!

Trainiere dein Gehirn, um über negative Räume nachzudenken. Anstatt deine Skizze mit dem Umriss deines Motivs zu beginnen, versuche dein Motiv aufzubauen, indem du die Formen um es herum umreißt, um deine Genauigkeit und Detailgenauigkeit zu erhöhen!
Wenn du weitere grundlegende Kunsttipps lernen möchtest, kannst du unsere KOSTENLOSEN Lektionen über menschliche Proportionen in Maria Lia Malandrinos Kurs “Grundlagen des Zeichnens” besuchen Viel Glück, Künstler!
Bree ist eine digitale Künstlerin aus Kalifornien. Es macht ihr Spaß, neuen Künstlern zu helfen und sie liebt es, selbst Kunstwerke zu schaffen.