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Zeichentechniken

Erwecke deine Skizzen mit der Zweipunktperspektive zum Leben!

Emilie Apel
Jun 26, 2024
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Hast du dir schon mal eine Zeichnung angesehen und dich gefragt, wie der Künstler es geschafft hat, dass sie so echt und voller Tiefe wirkt? Nun, diese Woche zeigen wir dir einen tollen Trick, mit dem du deine Architekturzeichnungen von FLACH zu FANTASTISCH verwandeln kannst! – mithilfe der Zweipunktperspektive!

Das basiert auf Kunst-Tutorials von phänomenalen Künstlern, Jazza im Illustrator’s Guidebook und Mark Kistler im Kurs „Learn to Draw in 21 Days“.

Egal, ob du ein geschäftiges Stadtbild oder eine malerische Gasse skizzierst – wenn du diese Technik beherrschst, wird deine Kunst auf ein neues Niveau gehoben und erhält ein realistisches und professionelles Aussehen.

Was ist die Zweipunktperspektive?

Stell dir vor, du blickst eine Straße hinunter, und beide Seiten der Straße scheinen weit in der Ferne zusammenzulaufen. Das ist die Magie der Zweipunktperspektive! Es ist eine coole Technik, bei der Linien scheinbar in zwei Punkten am Horizont verschwinden, wodurch alles dreidimensionaler und lebensechter wirkt.—Super praktisch, um alles Mögliche zu zeichnen, von großen Stadtgebäuden bis hin zu gemütlichen kleinen Gassen.

So zeichnest du mit der Zweipunktperspektive

  1. Fang mit den Grundlagen an: Zeichne zunächst eine horizontale Linie quer über dein Blatt Papier. Das ist deine Horizontlinie und sie stellt deine Augenhöhe dar. Als Nächstes wählst du zwei Punkte auf dieser Linie aus, die weit genug voneinander entfernt sind – das sind deine Fluchtpunkte.
  1. Zeichne die nächstgelegene vertikale Linie: Diese Linie stellt die nächstgelegene Ecke des Gebäudes oder Bauwerks dar, das du zeichnest. Platziere diese Linie zwischen den beiden Fluchtpunkten und denk daran: Die Platzierung dieser Linie kann das Aussehen deiner Zeichnung drastisch verändern.
  1. Richte die Hilfslinien ein: Zeichne von der Ober- und Unterseite deiner vertikalen Linie aus gerade Linien zu den jeweiligen Fluchtpunkten. Diese Linien dienen dir als Orientierung beim Zeichnen der Seitenwände deines Gebäudes. Sie sollten so wirken, als würden sie in die Tiefe verlaufen und sich an den Fluchtpunkten treffen.
  1. Skizziere den Umriss deines Gebäudes: Lege die Breite und Höhe deines Gebäudes fest und markiere entlang jeder perspektivischen Linie einen Punkt, an dem die Kanten des Gebäudes verlaufen sollen. Verbinde diese Punkte wieder mit der vertikalen Linie – und voilà, schon hast du ein kastenförmiges Gebäude!
  1. Ein paar Details hinzufügen: Jetzt kommt der spaßige Teil – füge Fenster, Türen und andere coole Elemente hinzu. Denk daran, dass alle horizontalen Linien ebenfalls auf die Fluchtpunkte zulaufen sollten.
Jazza unterrichtet Zeichnen mit Perspektivhilfslinien
@jazzastudios

Denk daran: Füge ruhig ein paar Elemente aus deiner Fantasie hinzu! Schau dir dieses lebendige Beispiel von unserem Künstler Mark Kistler an!

Eine Burg mit Perspektive zeichnen
@markkistlerartist
  1. Schattierung und Feinarbeit: Füge ein paar Schattierungen hinzu, um das Licht und die Textur hervorzuheben, und überlege dir, woher dein Licht kommt, damit die Schatten genau richtig sitzen.
Mark Kistler zeichnet eine Burg
@markkistlerartist

Das in der Realität sehen

Bevor du dich ans Zeichnen machst, nimm dir einen Moment Zeit, um dich in deiner eigenen Stadt oder Straße umzuschauen. Ist dir aufgefallen, wie sich die Ränder von Gebäuden und Straßen scheinbar bis zum Horizont erstrecken? Das ist die Zweipunktperspektik in Aktion!

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine eigenen Umgebungen mit Perspektive gestaltest, schau dir die Kapitel 4–6 des „Illustrator’s Guidebook: Perspective, Backgrounds, and Composition“.

Lernst du lieber mit Videolektionen? Schau dir die Lektionen 13, 14, 17 und 18 des Kurses „In 21 Tagen zeichnen lernen“, in denen Mark Kistlers tiefer in das Thema perspektivisches Zeichnen eintaucht!

Skizziere die Welt um dich herum

Bist du bereit, es selbst auszuprobieren? Deine Aufgabe ist es, hinaus in deine Umgebung zu gehen und eine Szene zu finden, die du mit der Zweipunktperspektive skizzieren kannst. Das kann ein Straßenbild sein, eine Reihe von Reihenhäusern oder jede andere Struktur, die dich interessiert. Probier verschiedene Blickwinkel und Gebäude aus. Es geht darum, zu experimentieren und Spaß an deinen Skizzen zu haben

Teile deine Kunst

Wir würden uns riesig freuen zu sehen, was dir einfällt! Schick uns deine Zeichnungen gerne per E-Mail oder tagge uns in den sozialen Medien. Vielleicht präsentieren wir dein Werk sogar in unserem nächsten Newsletter, um andere zu inspirieren.

Mit ein bisschen Übung bekommst du den Dreh raus und wirst sehen, wie deine Skizzen zum Leben erwachen und an Tiefe gewinnen. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, welche Perspektiven du wählst!

Viel Spaß beim Skizzieren!

Emilie Apel
Emilie Apel

Emilie Apel ist eine französisch-amerikanische multidisziplinäre Künstlerin mit Wohnsitz in den USA. Sie reist häufig nach Nepal und liebt es, die Verbindung zwischen ihrer Meditationspraxis und der Kunst zu erforschen. Emilies Lieblingsmedium sind Aquarelle.

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